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Digitale Transformation

Transformation – eine Annäherung

Wer mit der zunehmenden Innovationsgeschwindigkeit der Welt nicht Schritt halten kann, wird verschwinden. Und: Transformation heisst nicht «alter Wein in neuen Schläuchen». 
Johannes Herold | 16.05.2024

Wandel und Veränderungen gab es immer schon, und bis vor Kurzem gingen sie eher langsam und linear vonstatten. Mittlerweile nehmen Tempo und Komplexität deutlich zu, was in der Gestalt von immer neuen Schlagworten und Technologien sichtbar wird. Doch wie steht es um unsere Bereitschaft für Veränderungen?

Ein Hauptgrund für die Schwierigkeit, etwas (oder uns) zu ändern, ist das menschliche Gehirn. Unser Verhalten und unsere Entscheidungen beruhen auf drei emotionalen Hauptkräften: Balance, Stimulanz und Dominanz. Diese sind im limbischen System verankert, das sich im Laufe der Evolution – wir sprechen hier von Jahrmillionen – nicht verändert hat.

«Alle unsere Errungenschaften – Computer, Flugzeug oder künstliche Intelligenz – sind kulturelle Entwicklungen, die keinerlei Spuren in den Strukturen unseres Gehirns hinterlassen haben.»1 Stress und Überforderung senken die Bereitschaft zur Veränderung. Neues verbraucht viel Energie, weil es erst einmal kognitiv (v)erarbeitet werden muss. Ist das Gehirn jedoch schon überlastet oder überfordert, wehrt es das Neue ab. Nur wenn wir eine Belohnung für uns sehen und der Stress nicht zu gross ist, sind wir für Veränderungen bereit.


Angst vor Veränderung überwinden

Eine wahre Transformation bringt immer etwas qualitativ Neues hervor. Es wird nicht nur im Unternehmen, sondern auch am Unternehmen gearbeitet. Sie scheitert jedoch oft, weil grundsätzliche Dinge im Unternehmen nicht richtig funktionieren. Nicht zu unterschätzen ist die Veränderungsangst der Mitarbeitenden, die nur durch das Schaffen von Vertrauen und das Miteinbeziehen überwunden werden kann. Wie geht erfolgreiche Transformation? Wer Leistung im Sinne von Wandel will, muss Sinn bieten. Gerade heute, wo immer mehr Menschen sich Gedanken darüber machen, welchen Sinn ihr Handeln hat, ist das der entscheidende Punkt. Transformation scheitert daran, dass die Beteiligten nicht mit voller Überzeugung hinter ihr stehen. Hier muss das Unternehmen ansetzen und erklären, warum und wofür der Wandel geschieht.


Lösungen statt Ziele

Bietet die Veränderung jedoch Vorteile oder Lösungen, ist die Bereitschaft gross, diesen Weg einzuschlagen, da ja eine «Belohnung» winkt. Diese kann viele Ausprägungen haben: Produkte und Dienstleistungen sind einfacher, billiger oder schneller verfügbar. Online bestellen, zu Hause anprobieren und bei Nichtgefallen zurückschicken hat das Einkaufsverhalten dramatisch verändert. Im Privaten scheint uns die Veränderung leichter zu fallen als im Beruflichen.


Auf den Punkt gebracht

Transformation wird dann machbar 2, wenn sich die Bedürfnisse des Unternehmens und der Kunden mit denjenigen der Mitarbeitenden decken und beides auf Machbarkeit trifft. Alle Beteiligten müssen wissen, welche Probleme verschwinden sollen, wohin es gehen soll und welche Vorteile sich daraus ergeben. Wichtig dabei ist es, die Menschen auf diese Reise mitzunehmen. Fast jeder ändert sich gerne – allerdings nicht, wenn andere das für ihn entscheiden. Zudem braucht es ein allgemeines Verständnis, welche Zukunftstechnologien für ein Unternehmen relevant sind. Erst dann lässt sich eine Strategie zur Transformation wirklich umsetzen. Nur die Unternehmen mit einem passenden Bewusstsein für Transformation bleiben am Markt erfolgreich.

1 Think Limbic!, Hans Georg Häusel, S. 33, 2019
2 Transformation machbar machen, Dirk Rosomm, S. 64, 68, 69 2023
 

Wir möchten Ihnen den Einstieg in die digitale Transformation vereinfachen und begleiten Sie auf Ihrem Weg!