Die durch das weltweite Internetproblem verursachte Störung ist behoben. Sämtliche Applikation laufen wieder störungsfrei. Wir bedanken uns für Ihre Geduld.

Jahresbericht 2023

Vorwort

CRB hat ein gutes Jahr hinter sich, was Erkenntnisse und Sicherheit des empirischen Vorgehens angeht. Einige neue Lösungen haben wir zwar noch nicht gefunden, aber es ist uns bewusst geworden, dass eine Transformation in unserer Branche nur möglich ist, wenn parallel dazu die vorhandenen Werkzeuge optimiert werden. Nur so kann es gelingen, zusätzliche Möglichkeiten aufzuzeigen, den laufenden Arbeitsprozess zu gewährleisten und gleichzeitig Neues oder Visionen für Neues zu entwickeln.

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Interessen aller Beteiligter abdecken

Amadeo Sarbach

«Wir suchen den besten Weg für eine Transformation des Prozesses Planen und Bauen als Basis für das Entwickeln und Betreiben von Bauprojekten.»

Präsident CRB

Amadeo Sarbach

Wenn Übergangslösungen zu gut werden, braucht es keine neuen Ansätze und wenn sie zu schlecht sind, bleibt das Ziel unklar und neue Arbeitsweisen werden kaum akzeptiert. Diese Doppelspurigkeit bindet zwar Ressourcen – da wir aber die Interessen möglichst aller Beteiligten abdecken wollen, sind wir überzeugt von diesem Weg. Bei einer schrittweisen Optimierung ist es aber schwierig, immer genau zu beurteilen, ob man etwas verwirft, weil es unbrauchbar ist oder ob man eher der Meinung ist, das Bestehende sei gut genug, um damit Herausforderungen zu umgehen. Wir streben kleinere Teilprojekte mit klaren Zielen an, die wir dann gemeinsam mit unseren Partnern prüfen und beurteilen. Keinesfalls sollten wir etwas verwerfen, bevor wir es probiert haben oder weil die Hürde zu gross ist. Dieses Vorgehen ist also eine Herausforderung.

Ich bin froh, dass zwischen Vorstand und Geschäftsstelle in der grundsätzlichen Zielsetzung Konsens besteht. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gefordert, professionelles Feedback (Lob, Kritik oder einfach zusätzliche Anforderungen) beim Vorstand einzufordern, um klare Aufträge und Sicherheit zu erhalten. Umgekehrt wird der Vorstand dadurch vom Tagesgeschäft stärker gefordert, um umsetzbare Vorgaben und Urteile geben zu können. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden ist wichtig. Ein grosser Dank geht diesbezüglich an die verschiedenen Teams der Geschäftsstelle, die sich den Projekten mit Herzblut widmen, ihr Know-how einbringen und die sachlichen Anforderungen der unterschiedlichen Spezialgebiete hartnäckig vertreten.

In einer sich wandelnden Welt bleibt der Auftraggeber und Besteller äusserst gefordert. Ohne klare Ziele und Erwartungen seinerseits ändern sich seine Lieferanten kaum oder nur langsam und folgen oft ihren eigenen Interessen. Letztlich muss der Bauherr die Möglichkeiten der Digitalisierung einfordern. Er muss seine Haltung zu Umweltaspekten offenlegen und mit dem Auftrag klar beziffern, was sie ihm wert sind und wie sie sich in der Qualität bemerkbar machen dürfen. CRB muss die Standards entsprechend ausbauen und anpassen. Im Vorstand decken wir die meisten Rollen und Interessen des Bauwesens breit ab, unterschiedliche Bauherreninteressen fehlen aber.

Unser Vorstand hat sich dieses Jahr personell wie folgt verändert: Martin Graf (SBV), Daniel Krieg (BSA) und Michael Tschirky (EIT.swiss) sind an der Generalversammlung im Sommer zurückgetreten. Martin Graf war leider nur kurz dabei. Mit den anderen beiden Kollegen konnte ich eine lange Zeit zusammenarbeiten. Sie haben sich aktiv eingebracht und ihre Bereiche gut vertreten. Herzlichen Dank für ihren Einsatz bei uns und viel Glück für ihre weiteren Wege.

Ihre Nachfolger Bernhard Salzmann (SBV), Boris Brunner (BSA) und Marcel Pfrunder (EIT.swiss) haben klare Vorstellungen von ihren Anliegen an CRB und sind gut eingestiegen. Ich freue mich auf die sachliche Auseinandersetzung und wünsche ihnen eine erfolgreiche Arbeit und dass sie mit uns zur Veränderung der Baubranche beitragen können.

Rückblick und Ausblick

«Damit die Qualität der Modelle besser wird, muss ihr Informationsgehalt gesteigert und standardisiert werden.»

Michel Bohren, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Aus den Abteilungen

Nachfolgend haben wir das Geschäftsjahr 2023 aus der Sicht der einzelnen Bereiche für Sie zusammengefasst.

Ausgehend von attraktiven Promotionsangeboten war die Nachfrage nach bewährten CRB-Standards wie dem Normpositionen-Katalog NPK oder den elementbasierten Baukostenplänen eBKP erfreulich. Auch die Kennwerte-Plattform werk-material.online entwickelte sich sehr gut. Abgesehen von diesen guten Resultaten aus den Marktbearbeitungsmassnahmen 2023 wurde – etwa bei den E-Books – Verbesserungspotenzial lokalisiert. Mit verstärkten Kommunikationsmassnahmen wurde der Kontakt zu Partnern sowie zu Anwenderinnen und Anwendern gepflegt.

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Dialog und Begegnung fördern

Reto Helbling

«Wir blicken auf ein intensives Jahr zurück und freuen uns darauf, im aktuellen Jahr in diesem Stil weiterzufahren.»

Services

Reto Helbling

Normpositionen-Katalog NPK

Im ersten Quartal 2023 ist die Nachfrage nach dem Normpositionen-Katalog NPK deutlich angestiegen. Zurückzuführen ist dies auf ein Spezialangebot für Neukunden, das insbesondere auf neu gegründete Büros ausgerichtet war. 

E-Books

Die Nachfrage nach den E-Books, die seit 2022 angeboten werden, war noch nicht zufriedenstellend: Im April wurde eine Kampagne für die jetzt auch als E-Books erhältlichen Anwenderhandbücher zum eBKP-H/T lanciert, und im Juli startete der Verkauf des E-Books «Praxishandbuch Kosten und Leistungen im Bauprozess». Letzteres liefert das Grundlagenwissen für die Aus- und Weiterbildung sowie die Basis für die Anwendung der CRB-Arbeitsmittel in der Praxis. Der Absatz dieses E-Books blieb bisher hinter der Erwartung zurück, was dem falschen Einführungszeitpunkt (Sommerferien) und dem Umstand geschuldet ist, dass einige Interessierte eine gedruckte Version des Praxishandbuchs oder zumindest ein «hybrides» Angebot vorziehen. Dies wird 2024 in der Angebotsgestaltung berücksichtigt.

werk-material.online

Erfreulicher gestaltete sich die Nachfrage nach werk-material.online. Mit dem neuen Release wurde das Angebot um den sogenannten eBKP-H-Kalkulator erweitert, was auf erfreuliche Resonanz stiess. Um die WMO-Community bei der Anwendung zu unterstützen, wurden verschiedene Massnahmen eingeleitet: In wöchentlichen Online-Sprechstunden erhalten die Anwenderinnen und Anwender Antworten auf ihre Fragen, Erklärvideos sowie eine praktische Anwenderhilfe demonstrieren die wichtigsten Funktionen, und eine dreiteilige im Bulletin publizierte Serie setzt sich mit verschiedenen Aspekten der Kennwerte-Plattform auseinander. 
 

Die verschiedenen Marktbearbeitungsmassnahmen boten – verteilt über das gesamte Jahr – auch viele Möglichkeiten für persönliche Kontakte an – etwa durch die Teilnahme an unterschiedlichen Messen und Veranstaltungen wie der Fachmesse für das Maler- und Gipsergewerbe, Trockenbau und Dämmung appli-tech in Luzern im Februar, der ARCHITECT@WORK in Zürich im Mai sowie am Open-BIM-Forum im Juni.

Partnertagung 2023

Im Oktober fand die Partnertagung 2023 mit leicht verändertem Konzept im Albisgüetli in Zürich statt. Mit einer inspirierenden Keynote schlug der Mathematiker, Business-Philosoph und Innovator Gunter Dueck eine Brücke zu den Ausführungen von Michel Bohren, der die Partner aufforderte, sich zusammen mit CRB rechtzeitig auf den Weg zu begeben und die nötigen zukunftsgerichteten Angebote zu entwickeln. Dazu wurde für 2024 eine Reihe von Workshops terminiert.

Rückblick «get2gether»

Im November folgte schliesslich das traditionelle «get2gether». Nach einem kurzen Einblick in aktuelle Produkte und Projekte von CRB konnten die rund 80 Gäste bei einer spannenden Führung einen Blick hinter die Kulissen der «Europaallee» werfen.

Zusätzlich zum quartalsweise publizierten CRB-Bulletin, den Newslettern und der stets aktuellen Website wurde massgeblich in eine regelmässigere Präsenz auf den Social-Media-Kanälen investiert. Daraus folgten eine Erhöhung der Sichtbarkeit und ein deutlicher Zuwachs an Followern, insbesondere auf LinkedIn. 

Das Produktionsteam ist jünger geworden. Einige Pensionierungen, unter anderem diejenige des Leiters Produktion, führten zu Personalrochaden und -rekrutierungen. Auch das neue Team hat sich motiviert an seine Kernaufgabe – die NPK-Produktion für die Ausgabejahre 2024, 2025 und 2026 – gemacht. Wie immer waren die Sprachprofis bei Korrektorats- und Übersetzungsaufgaben gefragt. Zusätzlich wurden Innovationsprojekte auf Basis des NPK weitergeführt bzw. initiiert.

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Bewährtes sicherstellen

Roman Hollenstein

«Der NPK ist ein in der Schweizer Bauwirtschaft anerkannter Standard für rechtssichere Leistungsbeschreibungen. Die hohe Qualität des fachtechnischen Inhalts gilt es in die digitale Welt zu transformieren.»

Produktion

Roman Hollenstein

Im Jahr 2023 wurden zwei Tiefbau- und zwei Hochbaukapitel in drei Sprachen für die Publikation 2024 in elektronischer und gedruckter Form fertiggestellt. Besonders erwähnenswert ist das Kapitel 335 «Holzbau», mit dem Neuland betreten wurde. In dieser Neuausgabe sind die Themen von drei nun archivierten Kapiteln zusammengefasst: Holz-Tragkonstruktionen, Holz-Elementbau und Holzbekleidungen. Die Anwendenden finden eine streng bauteilorientierte Gliederung vor und können die Elementtypen für Tragwerke, Wände, Decken und Dächer in den Hauptpositionen jeweils achtmal variieren. Die Tauglichkeit dieser neuen Gliederung wurde von interessierten Ausschreibenden mit einer Vorversion getestet.

Für 13 NPK-Kapitel wurden Nachführungen erstellt, hauptsächlich wegen erhöhter Anforderungen an Absturzsicherungen auf Dächern, die sich aus der neuen Bauarbeitenverordnung BauAV ergeben haben. Wie jedes Jahr wurden umfassende Ergänzungen an den Kapiteln der Gebäudetechnik vorgenommen, sodass sie den neusten Stand der Technik abbilden. Mit drei überarbeiteten Merkblättern zum Devisieren sind auch die Anwendungshilfen aktuell.

Neues NPK-Produktionssystem

Bei der Implementierung des ersten Sprints eines Standard-Redaktionssystems traten derart viele Hemmnisse auf, dass man von der Idee einer Standardlösung abkam und nun auf eine individuelle, auf die Bedürfnisse der NPK-Produktion zugeschnittene Software-Entwicklung setzt. Das Projekt «Neptun» fokussiert auf die Stärken des bestehenden Systems «NPK Tools», wird es jedoch um zeitgemässe Funktionalitäten für die Erfassung und Qualitätssicherung erweitern.

Neuausgaben NPK 2024

125 D/24 Temporäre Verkehrsführung

284 D/24 Signalisierung: Verkehrsbeeinflussungsanlagen

335 D/24 Holzbau

661 D/24 Estriche schwimmend oder im Verbund

1003 D/24 Kapitelverzeichnis mit Stichwortregister

1026 D/24 Verbindungen zum NPK

 

Für detaillierte Informationen zu den NPK-Neuausgaben, zu überarbeiteten Merkblättern, zu Nachführungen und Ergänzungen siehe NPK-Informationen 2024

Für das als E-Book publizierte «Praxishandbuch – Kosten und Leistungen im Bauprozess» waren die Sprachdienste Deutsch/Französisch/Italienisch für das Korrektorat und die Übersetzungen zuständig. Weiter konnten mehrere interne und externe Kunden von praxisbezogenen Bau-Fachübersetzungen profitieren, und die Bauprodukte-Informationsplattform prd.crb.ch wurde regelmässig mit aktuellen Produktbeschreibungen und Musterleistungsverzeichnissen angereichert.

Beim BIM-Profil-Server, einem neu lancierten Produkt für das Bauwerks-Informationsmanagement, lag der Fokus auf der Integration des Formats IFC 4.3, das neu die Möglichkeit für die Beschreibung von Tiefbau-Elementen bietet. Ausserdem wurden das Schnittstellenformat IDS (Information Delivery Specification) implementiert und der Datenkatalog laufend ausgebaut. Die Testphase mit freiem Testzugang wurde abgeschlossen, seit Januar kann der BIM-Profil-Server mit vollem Funktionsumfang kostenpflichtig genutzt werden. Interessenten können sich für einen kostenlosen Gastzugang registrieren und – auf drei Monate befristet – mit einem eingeschränkten Funktionsumfang erste Erfahrungen sammeln.

Das im Jahr 2023 mit Innosuisse gestartete Projekt «NPK4BIM» hat die Verknüpfung von BIM-Modellen mit NPK-Leistungsbeschreibungen zum Ziel. Ausschreibende sollen unter anderem die Mengen aus dem 3D-Modell ziehen und mithilfe des Dienstes NPK4BIM die jeweils passenden NPK-Positionen finden können. Hierzu wurde eine Marktumfrage – mit positiven Rückmeldungen – durchgeführt sowie eine Konzept-Vorstudie erstellt.

In der im Berichtsjahr von Roger Staub geleiteten Abteilung Innovation und Entwicklung standen die Testnutzung des eBKP-Plugins sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von werk-material.online im Vordergrund. Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung kamen die Entwicklungsarbeiten rund um das Datenmodell KIM langsamer voran als vorgesehen, dennoch konnte das Projektteam zentrale Fragen klären.

Durch die enge Zusammenarbeit der Entwickler mit ersten Testanwendern konnte das eBKP-Plugin für Revit auf Ende Jahr bereitgestellt werden. Der offizielle Verkaufsstart erfolgte an der Swissbau 2024. Damit gibt es für die Anforderung, den eBKP-H im BIM-Modell bereitzustellen, eine einfache Lösung: Mit dem neuen eBKP-Plugin lassen sich Bauteile teilautomatisiert und einheitlich direkt in der CAD-Autorensoftware nach dem elementbasierten Baukostenplan klassifizieren.
Mit dem im Sommer 2023 freigegebenen Release von werk-material.online lassen sich mithilfe des eBKP-H Kalkulators Kosten und Mengen direkt aus dem 3D-Modell schätzen. Dieses neue Tool ist Bestandteil des Datenpakets «Objektarten werk-material.online» und kann auch als eigenständige Applikation in einer kostenlosen Version sowie in einer kostenpflichtigen Pro-Version genutzt werden. Weiter wurden die vorhandenen Daten um Energiekennwerte und Werte aus «Flächen und Volumen von Gebäuden» nach Norm SIA 416 ergänzt.

Bereits seit Sommer 2021 arbeitet CRB intensiv mit zahlreichen Fachexperten der SBB und weiteren Verkehrsorganisationen aus der Kommission für Infrastruktur Schweiz (KIS) an der Optimierung der Teilelemente und Komponenten des eBKP-T-Gate. Ziel ist es, den bereits bestehenden Fachdatenkatalog der SBB (FDK SBB) mit seinen zahlreichen historisch gewachsenen Bauteilen an den nationalen Standard eBKP-T-Gate anzubinden und diesen wo nötig mit dem FDK SBB zu harmonisieren. Damit wird die Durchgängigkeit der Teilelemente und Komponenten im eBKP-T-Gate über den gesamten Lebenszyklus weiter verbessert. Der Fokus liegt dabei auf den Elementen für die Anwendungen der Bahnen. Bereits abgeschlossen sind die Fachbereiche «Fahrbahn Schiene», «Sicherungsanlage» und «Fahrleitung». Die überarbeitete Gliederung wurde der KIS in mehreren Feedbackrunden zur Kommentierung vorgelegt. Die zahlreich eingegangenen Kommentare wurden von CRB bei der Optimierung der Gliederung berücksichtigt. Die definitive Gliederung der Fachbereiche «Fahrbahn Schiene» und «Sicherungsanlage» ist abgeschlossen und wurde bereits in Französisch und Italienisch übersetzt. Zurzeit werden in enger Zusammenarbeit von SBB und CRB-Sprachdienst noch Differenzen in den Übersetzungen bereinigt, damit auch sprachlich eine Harmonisierung gewährleistet ist. Die Publikation der ersten Optimierung des eBKP-T-Gate ist für das Frühjahr 2024 geplant. Diese Optimierungen haben auch geringfügige Auswirkungen auf die Schweizer Norm eBKP-T, die im offiziellen Korrigendum nachgeführt und durch den SIA publiziert wird.

Mit dieser Publikation sind die Arbeiten aber noch nicht abgeschlossen. Unter der Leitung der VBZ und mit Unterstützung der SBB wurde bereits mit den Optimierungen für den Fachbereich «Feste Fahrbahn» begonnen. Als letzte Etappe stehen anschliessend die Optimierungen für den Fachbereich «Fundationsschicht Bahntrasse» an, für die der Einbezug weiterer Experten aus dem Fachbereich «Strasse» geplant ist.

In Bezug auf das Komposit-Informations-Modell (KIM) bestand das Ziel für 2023 darin, mit ausgewählten Software-Partnern die Praxistauglichkeit zu überprüfen. Dabei ist das Projektteam wie folgt vorgegangen: Zunächst wurden auf Basis der bestehenden CRB-Standards (eBKP, BKP und NPK) die Inhalte so zerlegt, dass sie mit der neuen KIM-Struktur – Komposit, Bauposition und Archetyp – kompatibel sind. Da es noch viele offene Fragen gibt, wurde nur ein Bruchteil der NPK-Inhalte in die neue KIM-Struktur überführt. Damit sollten vor allem erste Erkenntnisse gewonnen werden, um diese dann auf andere NPK-Kapitel übertragen zu können. Parallel dazu ist das Projektteam in Zusammenarbeit mit ausgewählten Software-Partnern der Frage nachgegangen, wie die KIM-Inhalte und die KIM-Struktur den Autorensystemen (CAD und AVA) zur Verfügung gestellt werden sollen bzw. wie sie in den Autorensystemen technisch umgesetzt werden können, um modellbasierte Ausschreibungen zu ermöglichen.

Über den aktuellen Stand zum zentralen Prüfprogramm halten wir Sie hier auf dem Laufenden.

Im letzten Jahr haben wir begonnen, die Weichen für unsere technologische Zukunft zu stellen. Dabei steht die Modernisierung unserer Applikations- und Infrastruktur-Landschaft im Zentrum. In einem ersten Schritt haben wir unsere Applikations-Plattform erneuert. Die elektronischen Arbeitsplätze wurden hinsichtlich Sicherheit, Qualität und Kosten optimiert. Parallel dazu haben wir im Hintergrund die Dokumentations- und Entscheidungsgrundlagen verbessert sowie die Anzahl Lieferanten reduziert. 2024 möchten wir unsere Ansprüche in Sachen Qualität hochhalten und den Service für unsere Kunden sukzessive verbessern.

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Komplexität reduzieren

Thomas Frizzoni

«Wir wollen eine schlanke, leistungsfähige und zuverlässige Applikations- und Infrastruktur-Landschaft, um unseren Kunden einen optimalen Service zu bieten.»

Technologie

Thomas Frizzoni

Technologie macht sich «fit for future»

Was hat die Abteilung Technologie 2023 alles geleistet?
Das grösste und herausforderndste Projekt im vergangenen Jahr war der Provider-Wechsel für unsere Kubernetes-Plattform, auf der wir unsere Kunden-Applikationen betreiben. Die Migration wurde dank sehr hohem Einsatz unserer Schlüsselpartner erfolgreich umgesetzt. Jedoch haben wir im Laufe des Jahres diverse Altlasten entdeckt, die wir noch nicht wunschgemäss beheben konnten und die uns auch dieses Jahr noch beschäftigen werden. Mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung Produktion haben wir zudem die konzeptionellen Grundlagen für die Erneuerung der NPK-Tools gelegt.

Was sind aktuell die grossen Herausforderungen aus Sicht der Abteilung Technologie?
In den kommenden Monaten werden wir gefordert sein, den operativen Betrieb sicherzustellen, Altlasten zu bereinigen und gleichzeitig Innovationsprojekte zu unterstützen. Aus Sicht Technologie besteht die grösste Herausforderung darin, alles unter einen Hut zu bringen und den Fokus nicht zu verlieren. Damit reduzieren wir Komplexität und Kosten, gleichzeitig wollen wir schneller und qualitativ besser auf Anliegen unserer Kunden reagieren können. Unser Team ist personell gut aufgestellt und verfügt über die Erfahrungen und Kompetenzen, um den notwendigen Wandel in die Moderne aktiv gestalten und umsetzen zu können. Auch mit unseren Partnern sind wir im Grossen und Ganzen sehr zufrieden.

Wohin geht die Reise 2024?
Wir haben 2023 viele Erkenntnisse gewonnen, wo und wie wir die Hebel ansetzen müssen. Um mit den zukünftigen Anforderungen unserer Partner und Kunden Schritt halten zu können, ist es wichtig, dass wir unsere Service- und API-Landschaft optimieren. Auch der Webshop ist technisch in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Und ganz wichtig ist die Erneuerung unserer NPK-Produktionsumgebung. Im Kontext von Identity- und Access-Management haben wir 2023 mit der Einführung von Keycloak einen wichtigen ersten Schritt gemacht. Dieses Jahr werden wir diverse Prozesse automatisieren und vereinfachen, zum Beispiel das Onboarding von neuen Kunden. Ein weiterer Schwerpunkt, der uns auch in Zukunft ständig begleiten wird, sind unsere IT-Sicherheitsbemühungen: Neben der Umsetzung von technischen Vorkehrungen gehören wiederkehrende Mitarbeiterschulungen respektive Sensibilisierungen zu unseren Kernaufgaben. Und last but not least darf die Unterstützung von Innovationsprojekten – von der Konzeption bis hin zur Umsetzung und Einführung – durch unsere Beratung und Begleitung nicht zu kurz kommen.

Der Verkauf der CRB-Produkte und Dienstleistungen wird in den Filialen stetig ausgebaut, auch dank der Unterstützung durch die Mitglieder von Comité und Comitato. Die Firmenkurse sind weiter im Aufwind, und um die digitale Transformation zu vereinfachen und Unternehmen dabei zu unterstützen, wurden erste Angebote entwickelt.

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Wissen und Netzwerk erweitern

Kai Halbach

«Die digitale Transformation nimmt Fahrt auf.»

Filialen und digitale Transformation

Kai Halbach

CRB Svizzera italiana

CRB hat sich im September 2023 am BIM Camp der SUPSI in Mendrisio beteiligt, das mit 150 Teilnehmenden sehr gut besucht war. Tiziano Vanoni und Timothy Delcò, Mitglied bzw. Präsident des Comitato, konzentrierten sich in ihren Beiträgen auf den Überblick über die Kosten während des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und stellten das neue eBKP-Plugin vor. Die 15 Weiterbildungskurse im Tessin waren mit 142 Teilnehmenden gut besucht. Zudem konnte die Kursreihe «Lebenszyklus einer Immobilie» mit einem fünften Modul «Qualità e processi di Facility Management» ergänzt werden, sodass ab 2024 bei der Teilnahme aller fünf Module das CRB-Zertifikat als neuer Leistungsnachweis erlangt werden kann.

CRB Suisse romande

Die Académie d’été konnte bereits zum 10. Mal an der HEIG-VD in Yverdon-les-Bains durchgeführt werden – 2023 mit 210 Teilnehmenden. Im November wurde ein kostenloses Webinar zu «LCIM - Life Cycle Information Management» angeboten, und CRB war an der Conférence BIM in Lausanne als Sponsor mit einem Stand sowie mit einem Beitrag zu Kennzahlen und werk-material.online präsent. Weiter war CRB Gast im Podcast Conversation Constructive. Die 26 Weiterbildungskurse wurden von 153 Teilnehmenden besucht.

Fokus Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Das jährliche Treffen der zwei regionalen Vorstände fand in Zürich statt. Dabei wurde insbesondere über die Themen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft diskutiert. Neben dem Austausch über die Produkte und Projekte standen diese Themen auch im Mittelpunkt der weiteren Sitzungen der zwei Gremien.

Der Rückgang bei den Anmeldungen für die regulären Weiterbildungskurse wird durch die anhaltende Nachfrage nach Firmenkursen teilweise ausgeglichen. Der CRB-Campus für Studierende und Bauprofis fand zum vierten Mal mit elf Veranstaltungen im November und Dezember statt. Neu informierte eine Koordinationsbeauftragte für die Bildungsinstitutionen die Dozierenden über die CRB-Kursmaterialien sowie CRB-Arbeitsmittel und Dienstleistungen.  

Eine Architekturführung durch das House of Chocolate sowie der Besuch der Choco-Welt von Lindt in Kilchberg waren die Höhenpunkte des Treffens der Dozierenden.  

Durch die personelle Unterstützung eines Business Developers nimmt das Dienstleistungsangebot Form an und die ersten Prototypen «Standortbestimmung» und «Unternehmensdiagnose» wurden entwickelt.

Die Standortbestimmung bietet eine detaillierte Analyse in zehn Dimensionen an, um den jeweiligen Reifegrad zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Ausgangslage für die Transformation eines Unternehmens. Als weiterführende Dienstleistung wird in der Unternehmensdiagnose im Rahmen von Workshops eine massgeschneiderte Roadmap mit den erforderlichen Umsetzungsmassnahmen erarbeitet.

Beide Dienstleistungen werden 2024 im Markt erprobt und bei Bedarf weiterentwickelt. Eine ausgewählte Gruppe von Führungskräften, der Enabler Klub, tauscht sich in der Deutsch- und in der Westschweiz regelmässig zu Themen der digitalen Transformation aus.

CRB hatte Ende 2023 einen Personalbestand von 78 Mitarbeitenden. Trotz niedrigerer Personalkosten als im Budget vorgesehen gab es viele erfolgreiche Rekrutierungen. Die Fluktuationsrate konnte im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Massnahmen zur Kulturverbesserung und eine geplante moderne Arbeitsumgebung zeigen das Engagement von CRB für eine langfristige Mitarbeiterbindung.

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Menschen für spannende Aufgaben gewinnen

Beatrice Felchlin

«Die Balance von Effizienz und Wachstum spiegelt die Stabilität von CRB wider.»

Finanzen und Administration

Beatrice Felchlin

Ende 2023 hatte CRB einen Personalbestand von 78 Mitarbeitenden. Das ist ein Mitarbeiter weniger, jedoch 1.35 FTE* mehr als im Vorjahr. Die Personalkosten fielen mit 7.31 Mio. um einiges tiefer aus als budgetiert (8.30 Mio.), dennoch gab es viele erfolgreiche Rekrutierungen. Insgesamt konnten elf Stellen besetzt werden: je vier waren Wiederbesetzungen infolge Kündigung bzw. Pensionierung, und in drei Fällen handelte es sich um neu geschaffene Stellen. Im Berichtsjahr gab es sechs ordentliche Pensionierungen.

Die Fluktuationsrate ist gegenüber dem Vorjahr um 1.7% auf 7.6% gesunken. Es wird versucht, die Fluktuation mit verschiedenen Massnahmen tief zu halten. So wird derzeit zum Beispiel ein neues Konzept im Bereich Unternehmenskultur umgesetzt. Die vier Module decken Themen rund um Changemanagement, Leadership, Kommunikation und Zusammenarbeit ab und werden von allen Mitarbeitenden besucht.

Auch 2023 konnten wieder einige Jubiläen gefeiert werden: Eine Mitarbeiterin hatte ihr 5-jähriges Dienstjubiläum, zwei Mitarbeiter sind seit 10 Jahren bei CRB und ein Mitarbeiter unterstützt CRB sogar seit 15 Jahren.

* FTE: Full Time Equivalent

Im Jahr 2022 erhielt ein Team von Mitarbeitenden den Auftrag, zu untersuchen, wie in der Geschäftsstelle in der Steinstrasse eine kreative, offene und flexible Arbeitsumgebung für das wachsende Unternehmen gestaltet werden könnte. Per Ende 2022 wurden Entscheidungsgrundlagen mit möglichen Optionen vorgelegt. Daraufhin wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, die bis Ende September 2023 dauerte und aufgezeigt hat, dass ein Konzept für etwa 100 Arbeitsplätze theoretisch realisierbar ist, unter der Voraussetzung grösserer Anpassungen in der Gebäudetechnik. Im Dezember 2023 fand eine Sitzung mit der Verwaltung und dem Inhaber des Gebäudes statt. Es wird eigentümerseitig keine Gesamtsanierung geplant, aber die Eigentümerschaft zeigt sich offen, gebäudeseitig die notwendigen Anpassungen für eine moderne Gebäudetechnik umzusetzen. Das definitive Go der Eigentümerschaft wird im Februar/März 2024 erwartet, anschliessend kann mit der Planung gestartet werden. Es ist davon auszugehen, dass CRB mit dem Umbau und einem langjährigen Mietvertrag dank der Abschreibungen in der Summe auf einer für Zürich marktüblichen totalen Belastung für Büroräumlichkeiten bleiben wird.